Die Lausitzer Seenlandschaft ist einzigartig in Deutschland und Europa. Aus ehemaligen Tagebauen entsteht hier eine der größten künstlichen Wasserlandschaften Europas. Zwischen klaren Seen, weiten Wäldern und stillen Uferwegen zeigt die Lausitz, wie aus Geschichte Zukunft wird. Natur, Ruhe, Freizeit und Entdeckerlust liegen hier ganz nah beieinander.
📌 Info‑Kasten – Die Lausitz auf einen Blick
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Über 20 neue Seen – entstanden aus früheren Tagebauen
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Eines der größten Renaturierungsprojekte Europas
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Mehr als 700 km Rad- und Wanderwege
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Ideal für Paddeln, Baden, Angeln und Wassersport
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Heimat von Seeadler, Biber, Fischotter
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Zwischen Hoyerswerda, Senftenberg und Bautzen – mitten im Osten Deutschlands
🕰️ Kurze Geschichte der Lausitz – von den ersten Siedlern bis heute
Frühzeit – die ersten Menschen
Nach der letzten Eiszeit siedelten in der Lausitz Jäger und Sammler, später frühe Bauernkulturen. Fruchtbare Böden, Flüsse und Wälder machten die Region attraktiv.
Antike – germanische Stämme
Zur Römerzeit lebten hier germanische Stämme wie die Semnonen. Die Römer selbst erreichten die Lausitz nie, aber römische Handelswaren gelangten über weite Netzwerke in die Region.
Frühmittelalter – die slawische Lausitz entsteht
Ab dem 6. Jahrhundert wanderten slawische Stämme ein, darunter die Lusitzi und Milzener. Sie gaben der Lausitz ihren Namen und prägten Sprache, Kultur und Ortsnamen bis heute.
Mittelalter bis Neuzeit – Grenzland und Kulturraum
Die Lausitz wechselte mehrfach die Herrschaft (Böhmen, Sachsen, Preußen), blieb aber ein eigener Kulturraum mit starker sorbischer Tradition.
20. Jahrhundert – Kohle, Industrie und Wandel
Die Region wurde stark vom Braunkohletagebau geprägt. Ganze Orte verschwanden, neue Landschaften entstanden. Die Lausitz war über Jahrzehnte vom Tagebau geprägt und befindet sich heute in einem tiefgreifenden Wandel.
Heute – eine neue Landschaft entsteht
Aus den ehemaligen Tagebauen entsteht eine der größten künstlichen Seenlandschaften Europas. Zwischen neuen Seen, Wäldern und Naturflächen zeigt die Lausitz, wie aus Geschichte Zukunft wird. Die Region steht heute für Natur, Ruhe, Freizeit und Erholung
🚴 Freizeit
Die Seenlandschaft bietet unzählige Möglichkeiten:
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Radfahren auf gut ausgebauten Wegen
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Paddeln, Baden und Angeln
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Moderne Häfen und Strände
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Tierpark Hoyerswerda
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Museen, Industriekultur und familienfreundliche Ausflugsziele
Hier findet jeder etwas – von Ruhe bis Abenteuer.
🌱 Natur
Zwischen den neuen Seen entwickeln sich wertvolle Lebensräume. Seeadler, Biber, Fischotter und seltene Pflanzenarten finden hier ideale Bedingungen. Die Mischung aus Wasser, Wald und Weite macht die Region besonders und einzigartig.
⭐ Besonderheiten
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Größte künstliche Seenlandschaft Europas
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Landschaft im ständigen Wandel
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Sorbische Kultur und zweisprachige Tradition
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Kombination aus Natur, Freizeit und Geschichte
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Ein Ort, an dem Zukunft entsteht
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Geschichte von Hoyerswerda
Hoyerswerda blickt auf eine mehr als 750-jährige, wechselvolle Geschichte zurück. Bereits um 1200 wurde das Gebiet zunehmend besiedelt. Am 1. Mai 1268 wurde Hoyerswerda erstmals schriftlich in einer Urkunde erwähnt. 1371 verlieh Kaiser Karl IV. dem Ort das Marktrecht, und am 19. Dezember 1423 erhielt Hoyerswerda die Stadtrechte.
Die folgenden Jahrhunderte waren von politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. 1540 begann mit dem ersten evangelischen Gottesdienst die Reformation in der Stadt. Im Zuge des Prager Friedens kam die Standesherrschaft Hoyerswerda 1635 zu Sachsen, zu dem sie bis 1815 gehörte.
Lange Zeit blieb Hoyerswerda eine kleine deutsch-sorbisch geprägte Ackerbürgerstadt. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewann die Industrialisierung an Bedeutung. Eisenbahn, Werkstätten und eine Glasfabrik spielten dabei eine wichtige Rolle. Um 1905 lebten rund 5.000 Menschen in der Stadt.
Eine besonders einschneidende Entwicklung begann in den 1950er-Jahren. Im April 1954 beschloss die DDR-Regierung den Aufbau des Braunkohlekombinats „Schwarze Pumpe“. Hoyerswerda wurde als Wohnstadt für die Beschäftigten des Kombinats ausgewählt. Ab 1955 begann der planmäßige Aufbau der neuen Wohnstadt.
Damit veränderte sich das Stadtbild grundlegend. Neben der historischen Altstadt entstand die Neustadt mit zahlreichen neuen Wohngebieten. Die Einwohnerzahl stieg von 8.527 im Jahr 1950 auf 39.588 im Jahr 1964 und erreichte 1990 rund 65.442 Einwohner.
Nach der deutschen Wiedervereinigung veränderte sich Hoyerswerda erneut stark. Der wirtschaftliche Strukturwandel führte zu einem erheblichen Bevölkerungsrückgang. 1996 wurde die Stadt kreisfrei. Seit 2008 gehört Hoyerswerda zum Landkreis Bautzen.
Heute verbindet Hoyerswerda die Spuren seiner jahrhundertealten Geschichte mit der besonderen Architektur und Geschichte der Neustadt. Die deutsche und sorbische Vergangenheit sowie die Entwicklung des Lausitzer Braunkohlereviers haben die Stadt nachhaltig geprägt.
- 1268 – Erste urkundliche Erwähnung von Hoyerswerda.
- 1371 – Kaiser Karl IV. verleiht das Marktrecht.
- 1423 – Hoyerswerda erhält die Stadtrechte.
- 1540 – Beginn der Reformation in der Stadt.
- 1635 – Hoyerswerda kommt mit der Oberlausitz zu Sachsen.
- 1815 – Die sächsische Herrschaftszeit endet.
- 1950er-Jahre – Mit Braunkohle und Energiewirtschaft beginnt das starke Wachstum der Stadt.
- 1990 – Hoyerswerda hat 65.442 Einwohner.
- 1996 – Hoyerswerda wird kreisfreie Stadt.
- 2008 – Zugehörigkeit zum Landkreis Bautzen.
Bedeutende Persönlichkeiten Hoyerswerdas
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Konrad Zuse (1910–1995)
Der Computerpionier gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die mit Hoyerswerda verbunden sind. -
Brigitte Reimann (1933–1973)
Die bekannte Schriftstellerin lebte und arbeitete in Hoyerswerda. Die Stadt und ihre Entwicklung spielten eine wichtige Rolle in ihrem Wirken. -
Gerhard Gundermann (1955–1998)
Liedermacher und Rock Poet. Er lebte ab 1967 in Hoyerswerda und arbeitete außerdem im Lausitzer Braunkohletagebau. -
Jürgen von Woyski
Bildhauer und Künstler, der zu den bekannten Bürgern und Persönlichkeiten der Stadt gezählt wird. -
Ursula Katharina von Teschen
Eine bedeutende historische Persönlichkeit. Sie war von 1704 bis 1737 Besitzerin der Herrschaft Hoyerswerda. -
Salomon Gottlob Frentzel
Geistlicher und Chronist, der sich mit der Geschichte Hoyerswerdas beschäftigte.
Quellen: [hoyerswerda.de],[hov.isgv.de], [de.wikipedia.org], [nachhaltig...lingual.eu],[hoyerswerda-lese.de],[hoyerswerd...-platte.de]