Teilt gern eure Beobachtungen:

  • Welche Tiere besuchen euren Garten?

  • Welche Arten sind typisch für eure Region?

  • Habt ihr besondere Momente erlebt?

  • Gibt es Tiere, die ihr bestimmen möchtet?

  • Welche kleinen Gartenhelfer habt ihr entdeckt?

Jeder Beitrag – ob Foto, kurzer Kommentar oder Frage – macht diese Seite lebendig und hilft anderen, die Vielfalt der Tierwelt besser zu verstehen.

Sperling

 

Tierwelt im Garten – Entdecken, schützen, staunen

Gärten sind lebendige Orte voller Tiere: Vögel, Insekten, Igel, Frösche, Schmetterlinge und viele kleine Gartenhelfer. Jede Region in Deutschland hat ihre eigenen Besonderheiten – und genau diese Vielfalt macht euren Austausch hier so spannend.

Diese Seite lebt von euren Beiträgen. Gäste können hier zeigen, welche Tiere ihren Garten besuchen, welche Arten typisch für ihre Region sind und welche besonderen Momente sie erlebt haben.

🐦 Vögel – die häufigsten Gartenbewohner

  • Amsel – liebt Beeren, Würmer, Komposthaufen

  • Rotkehlchen – folgt gern dem Gärtner beim Umgraben

  • Meisen - (Kohl-, Blau-, Sumpfmeise) – Nistkästen werden sofort angenommen

  • Spatzen – gesellige Körnerfresser

  • Buntspecht - ist extrem anpassungsfähig. Er besiedelt dichte Wälder ebenso wie lichte Parks oder Gärten mit ein paar alten Bäumen. Er nutzt das charakteristische Trommeln (ein rasanter, kurzer Wirbel von ca. zwei Sekunden), um sein Revier abzustecken und Partner anzulocken. [1,  2,  3,  4]

  • Stieglitz & Grünfink – mögen Disteln, Sonnenblumen, Wildkräuter

Tipp: Ein paar wilde Ecken und heimische Sträucher reichen, um viele Arten anzulocken.

🦔 Säugetiere – heimliche Gartenbesucher

Tipp: Igelhäuser (kein Stroh und kein Heu), Laubhaufen und keine geschlossenen Zäune fördern die Artenvielfalt.

 

 

Sagen wir es wie es ist, oder: „Ich will mal so sagen“: Es gibt Leute, die in der Gartensparte unentbehrlich sind – und es gibt Kumpels, die keiner braucht. Der Maulwurf ist nämlich die absolute Fehlbesetzung für jede Gartenparty. Er bringt kein Ur-Krostitzer Pilsner mit, redet weder über Fußball noch über die Arbeit, und wenn man ihm ein ordentliches Nackensteak anbietet, rümpft er nur die Nase. Stattdessen bevorzugt er ein schleimiges Drei-Gänge-Menü aus Regenwürmern und Engerlingen. Und das Schlimmste an diesem Party-Crasher: Er räumt nicht mal hinter sich auf, sondern hinterlässt überall seine leeren „Umzugskartons“ in Form von braunen Erdhaufen auf dem frisch gemähten Rasen! Auf dich, Kumpel! 🍻

Aber betrachten wir das Ganze mal positiv: Der Kollege arbeitet im Untergrund härter als jeder andere Gast. Er belüftet den Boden so gründlich, dass der Rasen theoretisch von unten atmen kann, und frisst nebenbei die lästigen Schnecken weg, die sich sonst über das Salatbuffet hergemacht hätten.

Er ist quasi der kostenlose, chronisch unterbelichtete Security-Dienst des Gartens. Er sieht zwar verdammt schlecht, hat aber ein großes Herz für Bodenqualität. Also, trinken wir das nächste Bier einfach auf den kleinen Tiefbauingenieur. Und die Hügel? Die deklarieren wir ab heute einfach als Gratis-GOLFSCHLÄGER-Hindernisse für die Gäste!

Um den Kumpel, wenn er anfängt zu nerven,  aus dem Garten loszuwerden, dürft Ihr Ihn nur ausschließlich sanft vertreiben (vergrämen), da der Maulwurf in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt ist. Das Fangen, Verletzen oder Töten – auch mit Lebendfallen, Gift oder durch das Fluten der Gänge – ist strikt verboten und kann mit empfindlichen Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Da Maulwürfe jedoch extrem geruchs- und lärmempfindlich sind, lässt sich ihr feiner Sinn hervorragend gegen sie einsetzen. [1,  2,  3,  4,  5,  6]

1. Maulwürfe vertreiben durch Gerüche

Maulwürfe besitzen ein hochentwickeltes Riechorgan. Wenn Sie regelmäßig intensiv riechende Substanzen direkt in die Maulwurfshügel und Gänge geben, sucht das Tier schnell das Weite: [1,  2,  3]

  • Essig oder Kaffeesatz: Tränken Sie Lappen in Essigessenz und stecken Sie diese tief in die freigelegten Gänge. Auch Kaffeesatz kann täglich im Hügel verteilt werden. [1,  2,  3]
  • Hausmittel-Mischung: Kochen Sie ca. 300 ml Wasser auf und mischen Sie es mit je einem Löffel Kaffee, Essig, Cayennepfeffer und Knoblauchgranulat. Verdünnen Sie 100 ml dieser Mischung mit einem Liter Wasser und gießen Sie diese abends direkt in die geöffneten Tunnel. [1,  2]
  • Saure Milch, Molke oder Buttermilch: Eine 1:1-Mischung aus Molke und Buttermilch, die in die Löcher gegossen wird, vertreibt die Tiere ebenfalls effektiv durch den säuerlichen Geruch. [1, 2]
  • Hundehaare: Stopfen Sie ausgebürstete Haare von Hunden oder Katzen in die Gänge, um die Anwesenheit von Fressfeinden vorzutäuschen. [1,  2]

2. Vertreibung durch Lärm und Erschütterungen

Das Gehör und das Spürvermögen für Vibrationen sind beim Maulwurf extrem empfindlich. Erschütterungen signalisieren Gefahr: [1,  2,  3]

  • Die Flaschen-Methode: Stecken Sie leere Glasflaschen (z. B. Weinflaschen) kopfüber oder leicht schräg so in die Erde, dass der Flaschenhals herausguckt. Der Wind erzeugt im Flaschenhals einen pfeifenden Ton, der sich als Vibration in den Boden überträgt.
  • Eisenstangen: Schlagen Sie eine etwa einen Meter lange Eisenstange tief in einen Maulwurfshügel und klopfen Sie mehrmals täglich mit einem Hammer dagegen.
  • Rasenmähen und Gartenleben: Häufiges Rasenmähen mit schweren oder lauten Mähern erzeugt kontinuierlich Vibrationen. Auch spielende Kinder oder Haustiere sorgen für die nötige Unruhe, die der Maulwurf meidet.
  • Schallwellengeräte (Maulwurfschreck): Im Fachhandel gibt es solar- oder batteriebetriebene Stäbe, die in den Boden gesteckt werden und in regelmäßigen Abständen Schall- und Vibrationswellen aussenden. [1,  2,  3,  4,  5,  6,  7]

Wichtige Verhaltensregeln im Umgang

  • Hügel nicht platt treten: Vermeiden Sie es, die Hügel einfach flach zu treten. Dadurch unterbrechen Sie die Sauerstoffzufuhr im Tunnelsystem. Der Maulwurf reagiert darauf prompt, indem er neue Belüftungsgänge gräbt – die Folge sind noch mehr Hügel.
  • Taktisch vorgehen: Wenn Sie Geruchs- oder Schallmittel einsetzen, treiben Sie das Tier immer schrittweise vom Haus weg in Richtung Grundstücksgrenze. Werden alle Hügel gleichzeitig blockiert, kesseln Sie das Tier ein und es gräbt wild in alle Richtungen weiter.
  • Nutzen bedenken: Der Maulwurf frisst keine Pflanzenwurzeln, sondern ernährt sich ausschließlich von Insekten, Schnecken, Engerlingen und Wühlmäusen. Zudem ist die ausgeworfene Erde perfekt durchlüftet, schädlingsfrei und eignet sich hervorragend als feine Erde für Blumenkübel oder Beete. [1,  2,  3,  4,  5,  6]

🦋 Insekten

Hier sind die wichtigsten nützlichen Insekten im deutschen Garten, übersichtlich aufgeteilt nach ihrer Funktion:

 

Die Bestäuber (Sorgen für Obst und Blütenpracht)

  • Wildbienen & Hummeln: Sie fliegen schon bei niedrigen Temperaturen im Frühjahr aus und bestäuben Obstbäume weitaus effektiver als Honigbienen.
  • Honigbienen: Die klassischen Helfer für die Massenbestäubung im Garten.
  • Schmetterlinge: Sie bestäuben beim Nektarsammeln tiefere Blütenkelche, die für andere Insekten schwer erreichbar sind.
  • Schwebfliegen: Sie sehen aus wie kleine Wespen (sind aber völlig harmlos) und sind im Sommer unermüdliche Bestäuber.

 

Die Schädlingsbekämpfer (Die natürliche Abwehr)

  • Marienkäfer & ihre Larven: Die absoluten Spitzenreiter im Kampf gegen Blattläuse – eine einzige Larve frisst Hunderte Läuse pro Tag.
  • Florfliegen ("Goldaugen"): Ihre Larven werden auch „Blattlauslöwen“ genannt, da sie Jagd auf Läuse, Milben und Thripse machen.
  • Laufkäfer: Sie leben am Boden und fressen nachts Kartoffelkäfer, Schneckeneier und kleine Raupen.
  • Ohrwürmer: Sie fressen nachts riesige Mengen an Blattläusen und Milben (auch wenn sie optisch oft unterschätzt werden).
  • Schlupfwespen: Winzige, für Menschen harmlose Wespen, die ihre Eier in Schädlinge (wie die Weiße Fliege oder Blattläuse) legen und diese so stoppen.
  • Raubwanzen: Sie saugen Spinnmilben, Thripse und kleine Raupen aus.

 

Die Bodenpolizei (Sorgen für Humus und Ordnung)

  • Aaskäfer & Mistkäfer: Sie räumen im Garten auf, indem sie organische Abfälle und tote Materie zersetzen und dem Boden Nährstoffe zurückgeben.

Weniger beliebt, aber wichtig:
Wespen – räumen Aas und Schädlinge weg

Ameisen – belüften den Boden, Blattlaushaltende Ameisen sind häufig Schädlinge in Gärten.

Tipp: Blühstreifen, Kräuterbeete und Totholz fördern ein gesundes Insektenleben.

🐸 Amphibien & Reptilien – selten, aber wertvoll
Frösche & Kröten – wenn Wasser in der Nähe ist

🐸 Amphibien (Lurche) in der Lausitz – 15 Arten

Aufgrund des sandigen Bodens und der vielen Gewässer ist die Lausitz ein echter Hotspot für Amphibien. Von den deutschlandweit 21 Arten kommen 15 Arten in der Region vor: [1,  2,  3]

 

Häufige oder regelmäßige Gartenbesucher

Diese Arten nutzen Gartenteiche intensiv als Laichgewässer oder jagen in den Beeten: [1]

  1. Erdkröte (Bufo bufo) – Der absolute Klassiker in schattigen Gartenecken und Kellereingängen.
  2. Grasfrosch (Rana temporaria) – Findet sich im Sommer oft im feuchten Gras oder unter Hecken.
  3. Teichmolch (Lissotriton vulgaris) – Die am häufigsten im Lausitzer Gartenteich anzutreffende Molchart. [1]
  4. Teichfrosch (Pelophylax esculentus) – Gehört zum Wasserfrosch-Komplex, sonnt sich lautstark an fast jedem Gartenteich. [1,  2]
  5. Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) – Etwas seltener als der Teichmolch, kommt aber besonders in der waldreicheren Oberlausitz regelmäßig in Gärten vor.
  6. Laubfrosch (Hyla arborea) – In der Lausitz noch vergleichsweise häufig! Er klettert mit seinen Haftscheiben gern in gartennahen Brombeerbüschen oder Stauden. [1, 2]

 

Gelegentliche Gartenbesucher (oft sehr lausitz-typisch)

Durch die sandigen Böden und Tagebaufreiflächen sind einige Arten hier im Garten deutlich häufiger als im Rest Deutschlands:
7. Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) – Liebt den weichen Lausitzer Sandboden. Tagsüber gräbt sie sich unsichtbar im Gemüsebeet oder Kartoffelacker ein.
8. Kreuzkröte (Epidalea calamita) – Eine Pionierart der Bergbaugebiete. Wandert nachts oft in neu angelegte, sandige Gärten ein.
9. Wechselkröte (Bufotes viridis) – Schick gemustert ("Camouflage"); schätzt magere, warme Schottergärten und Steinhaufen.
10. Moorfrosch (Rana arvalis) – In den feuchten Niederungen der Lausitz (Spreewald, Teichlandschaften) weit verbreitet. Taucht im Frühjahr manchmal kurz im Gartenteich auf (Männchen färben sich blau).
11. Seefrosch (Pelophylax ridibundus) – Eigentlich in großen Teichen zu Hause, wandert aber gelegentlich in größere Hausgärten ab.
12. Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) – Typisch für die krautreichen, moorigen Gewässer der Region. [1,  2,  3,  4,  5]

 

Extrem seltene Gartengäste (Spezialisten)

Diese Arten leben in den streng geschützten Kerngebieten der Lausitz (z. B. im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft) und verirren sich fast nie in besiedelte Zonen:
13. Rotbauchunke (Bombina bombina) – Die Lausitz trägt für diese Art eine hohe Verantwortung. Sie benötigt fischfreie, warme Flachwasserzonen.
14. Kammmolch (Triturus cristatus) – Unser größter Molch; er braucht sehr große, vegetationsreiche Teiche und meidet kleine Gartentümpel.
15. Fadenmolch (Lissotriton helveticus) – Hat in Sachsen seine absolute östliche Verbreitungsgrenze und kommt in der Lausitz nur noch in winzigen, isolierten Ausnahmefällen vor. [1, 2, 3]

(Hinweis: Der Feuersalamander und der Alpensalamander fehlen in der Lausitz komplett.) [1]

 

 

🦎 Reptilien (Kriechtiere) in der Lausitz – 6 Arten

Häufige oder regelmäßige Gartenbesucher

Sie lieben warme Trockenmauern, Totholzhaufen oder offene Komposthaufen: [1]

Blindschleiche (Anguis fragilis) – Sehr häufig im Garten; versteckt sich bevorzugt unter Brettern, Planen oder mitten im Komposthaufen. Völlig harmlos, frisst Schnecken.

 
 
Zauneidechse (Lacerta agilis) – Die Lausitz ist ein Kernland der Zauneidechse. Sie liebt die sandigen Übergangszonen und sonnt sich gern auf Steinhaufen oder Holzterrassen.
 
Ringelnatter (Natrix natrix) – Aufgrund der vielen Teiche die häufigste Schlange der Lausitz. Sie schaut regelmäßig an Gartenteichen vorbei, um Frösche zu jagen, und legt ihre Eier gern in warme Komposthaufen. [1, 2, 3]

 

Gelegentliche bis seltene Gartenbesucher

  1. Waldeidechse / Bergeidechse (Zootoca vivipara) – Im Gegensatz zur Zauneidechse mag sie es feuchter; man findet sie eher in schattigen, waldnahen Gärten oder Moornähe.
  2. Kreuzotter (Vipera berus) – Die einzige Giftschlange der Region hat in den Heide- und Moorresten der Lausitz wichtige Vorkommen. In normale Dorfgärten kommt sie extrem selten, höchstens wenn der Garten direkt an ein Moor oder einen Kahlschlag grenzt. [1]
  3. Schlingnatter (Coronella austriaca) – Ungiftig und heimlich; sie bewohnt Bahndämme oder Heidegebiete und kann in sehr naturnahen, trocken-warmen Gärten vorkommen.

Tipp: Kleine Wasserstellen und Steinhaufen schaffen Lebensräume.

🐟 Wasserbewohner (falls Teich vorhanden)
Libellenlarven, Wasserläufer, Molche, Teichschnecken, Goldfische oder Moderlieschen (wenn eingesetzt)

🌿 Wie man die Tierwelt im Garten fördert
Heimische Pflanzen statt Exoten

Wilde Ecken stehen lassen, Keine Pestizide, Nistkästen, Insektenhotels, Igelhäuser

Wasserstellen (Schalen, Teiche)

Blühende Kräuter: Thymian, Oregano, Lavendel, Schnittlauch

Beerensträucher: Johannisbeere, Himbeere, Holunder

🐦 Vögel im Garten vor Katzen schützen
Vögel bringen Leben, Farbe und Gesang in unseren Garten. Damit sie sich sicher fühlen und ungestört brüten können, brauchen sie geschützte Plätze – besonders in Gegenden, in denen viele Katzen unterwegs sind. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Garten so gestalten, dass Vögel genügend Rückzugsorte haben und gleichzeitig niemandem geschadet wird.

Sichere Futterstellen & Nistplätze
Futterhäuser und Nistkästen mindestens 2 Meter hoch anbringen

Abstand zu Zäunen, Mauern oder Bäumen, damit Katzen nicht hinüberspringen

Freistehende Stangen mit glatter Schutzmanschette sind ideal

Schutz durch Pflanzen
Dichte, dornenreiche Sträucher wie Weißdorn, Schlehe, Heckenrose oder Berberitze

Kleine „Wildinseln“ aus Unterholz bieten zusätzliche Verstecke

Futter am Boden vermeiden
Bodenfutter lockt Katzen an

Besser: Hängefutterspender oder geschützte Futtersilos

Sanfte Abschreckung
Raschelbänder, Windspiele oder reflektierende Elemente

Wassersprinkler mit Bewegungsmelder als tierfreundliche Lösung

Wenn eigene Katzen im Garten sind
Halsbänder mit Glocke oder farbige Birdbesafe‑Kragen

Ein gemütlicher Katzenplatz abseits der Vogelbereiche lenkt zusätzlich ab