Gartenarbeit im Januar in Ostdeutschland / Lausitz

Auch im tiefsten Winter ruht der Garten nicht völlig. Der Januar ist der ideale Monat, um mit Bedacht Gehölze zu schneiden, die heimische Tierwelt mit Futterstellen zu unterstützen und die ersten Pläne für das neue Gartenjahr zu schmieden.

Im Januar 2027 stehen im Kleingarten vor allem Vorbereitungs- und Pflegearbeiten im Vordergrund, da die Vegetation weitgehend ruht. 

Planung und Vorbereitung

Gartenplanung 2026: Nutzen Sie die Zeit, um Fruchtfolgen für den Gemüsegarten festzulegen und Skizzen für neue Beete anzufertigen.
Saatgut-Inventur: Kontrollieren Sie Altbestände auf Keimfähigkeit und bestellen Sie rechtzeitig neues Saatgut.
Werkzeugpflege: Reinigen, schärfen und ölen Sie Ihre Gartengeräte, um für den Saisonstart im Frühjahr bereit zu sein. 

Pflanzen und Aussaat

Vorziehen im Haus: Ende Januar können bereits erste Gemüsearten wie Zwiebeln, Kohlrabi, Kopfsalat oder früher Wirsing auf der Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus vorgezogen werden.
Kaltkeimer: Pflanzen wie Mohn oder Pfingstrosen können jetzt in Schalen im Freien ausgesät werden, da sie den Kältereiz zur Keimung benötigen.
Gehölze pflanzen: Bei frostfreiem Boden ist die Pflanzung von wurzelnackten Beerensträuchern (Johannisbeeren, Stachelbeeren) und Obstbäumen möglich. 

Baumschnitt und Gehölzpflege, Winterschutz und Kontrolle

Winterschnitt: Januar ist die ideale Zeit für den Rückschnitt von Kernobst (Apfel, Birne) sowie Beerensträuchern. Wichtig: Nur an frostfreien Tagen schneiden, um Gewebeschäden zu vermeiden.
Gesetzliche Fristen: Radikale Rückschnitte oder Baumfällungen sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz nur noch bis zum 28. Februar erlaubt. 

 

Häufige Fragen zur Gartenarbeit im Januar

Der Januar stellt Kleingärtner vor besondere Herausforderungen: Frost, Schnee und Ruhephasen der Pflanzen erfordern die richtigen Handgriffe zur richtigen Zeit. In unseren Antworten erfahren Sie, wie Sie Gehölzschnitt, Beetplanung und Vogelfütterung optimal umsetzen.

Welche Gehölze dürfen im Januar geschnitten werden?

An frostfreien Tagen können Sie Kernobstbäume wie Apfel und Birne sowie robuste Ziersträucher auslichten. Wichtig ist, dass die Außentemperatur nicht unter minus fünf Grad fällt, um Frostrisse im Holz zu vermeiden. Steinobstbäume sollten hingegen noch geschont werden.

Wie plane ich die Beete für das neue Gartenjahr am besten?

Nutzen Sie die ruhigen Januartage für die Fruchtfolge- und Mischkulturplanung. Skizzieren Sie Ihre Beete und berücksichtigen Sie die Stark-, Mittel- und Schwachzehrer des Vorjahres. Auch die Saatgutbestellung sollte jetzt vorgenommen werden, damit zur Aussaatzeit alles griffbereit ist.

Was muss bei der Schneelast auf Sträuchern und Lauben beachtet werden?

Nasser, schwerer Schnee sollte vorsichtig von den Zweigen empfindlicher Gehölze und immergrüner Hecken geschüttelt werden, um Astbruch zu verhindern. Prüfen Sie zudem die Dächer von Gartenlauben und Frühbeeten auf zu hohe Schneelasten.

Wie unterstütze ich die Gartenvögel im Januar artgerecht?

Bieten Sie energiehaltiges Futter wie Sonnenblumenkerne, Hanfsaat und Fettfutter an geschützten, sauberen Futterstellen an. Achten Sie darauf, dass das Futter trocken bleibt und regelmäßig frisches, eisfreies Trinkwasser bereitgestellt wird.

Müssen Kübelpflanzen und Beete im Januar gegossen werden?

Immergrüne Pflanzen im Freiland oder im Kübel verdunsten auch im Winter Wasser. An frostfreien Tagen sollten Sie sie mäßig gießen, um sogenannte Frosttrocknis zu vermeiden. Staunässe muss dabei unbedingt vermieden werden.

Welche Vorbereitungen können für die Werkzeuge getroffen werden?

Der Januar eignet sich hervorragend zur Wartung: Reinigen, schärfen und ölen Sie Astscheren, Spaten und Sägen. Gut gepflegtes Werkzeug sorgt für saubere Schnitte und schützt Pflanzen im Frühjahr vor Krankheitserregern.

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